Das Transsexuellengesetz (TSG) enthält nach diversen fortschrittlichen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) immer noch Bestimmungen, die mit der Achtung der Würde und der Selbstbestimmung von Trans*-Menschen nicht vereinbar sind. Es enthält auch Regelungen, die sich in der Praxis als unzureichend erwiesen haben und zur Diskriminierung beitragen.
Im September 2011 hatte sich daher ein bundesweiter, offener, partizipativer, parteiunabhängiger und selbstorganisierter Arbeitskreis gebildet, in dem über 30 Gruppen und Einzelpersonen aus Trans*- und Inter*-Zusammenhängen sowie weitere interessierte Personen mitgewirkt haben. Die selbstgestellte Aufgabe bestand darin, sich auf gemeinsame zentrale Forderungen zur Reform des Transsexuellenrechtes zu verständigen und diese auszuformulieren. Im Juni 2012 wurde das hiermit vorliegende Forderungspapier fertiggestellt, das die gemeinsamen Positionen des Arbeitskreises darlegt. Es steht ab sofort allen Einzelpersonen, Verbänden, Vereinen und Gruppen zur Unterzeichnung offen, die diese Positionen ebenfalls unterstützen wollen.

Der bundesweite Arbeitskreis TSG-Reform,
1. Juni 2012